Adrian Gerber steht mit dem HCL vor dem Champions Cup - Hier sind alle Infos zum Inlinehockey in der Schweiz.
News

Adrian Gerber steht mit dem HCL vor dem Champions Cup

Cup
Adrian Gerber steht mit dem HCL vor dem Champions Cup

Es ist noch keine vier Wochen her, da feierten die Laupersdörfer in Rubi (ESP) den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte, und schon steht der nächste Höhepunkt bevor: der European Champions Cup. 

Seit 2005 sind die Thaler ununterbrochen mit dabei an europäischen Final- oder  Qualifikationsturnieren, und einer fehlte nie in den sechs Jahren: Adrian Gerber. Als 16-Jähriger gab er im 580 Kilometer entfernten Rethel (FRA) sein Debüt, und noch heute zählt er das Finalturnier in Bassano (ITA), für welches man sich als Gruppenzweite zu qualifizieren vermochte, zu seinen schönsten Erlebnissen. «Die neue Halle, das ganze Drumherum, das war einfach super!» 

Interessanterweise bestritt er seine ersten drei Europa-Cup-Saisons, ohne zuvor auch nur eine Minute mit der 1. Mannschaft in der NLA gespielt zu haben. «Das bedeute für mich als Jüngsten natürlich eine Riesenerfahrung», so Gerber, der die frühe Berücksichtigung vor allem zwei Sachen zu verdanken hatte. Erstens standen dem Fanionteam (schon damals) nicht genügend Spieler zur Verfügung, und zweitens drängte sich der Junior bereits zu dieser Zeit für Einsätze mit den Grossen auf. 

DSC_0127

Heute, nachdem er zwei komplette Saisons in der NLA absolviert und sich zum unverzichtbaren Wert im Laupersdörfer Kollektiv entwickelt hat, zählt er auch auf internationalem Parkett zu den Leistungsträgern des Teams. Bereits in Rubi, vor vier Wochen Austragungsort des Qualifikationsturniers, überzeugte der 21-jährige Herbetswiler als zweitbester Scorer. Auffällig, dass er ohne eine einzige Strafe aus den fünf Begegnungen hervorging. Das war in der Meisterschaft nicht immer der Fall. «Das ist natürlich der Tod, wenn man gegen solche Teams eine Strafe kassiert», spielt er auf sein bewusst diszipliniertes Auftreten an. «Die Special Games machen international häufig den Unterschied aus, da der Gegner im Powerplay meistens sehr stark spielt.» 

Zu Fürchten vor der namhaften Konkurrenz brauchen sich die Thaler Vize-Schweizer-Meister hingegen nicht. Mit dem Sieg in Rubi haben sie ein ganz starkes Zeichen gesetzt und können selbst der Aufgabe im Startspiel, in welchem der Gastgeber und letztjährige Sieger Valladolid wartet, optimistisch entgegenblicken. «Wir haben noch Potenzial», meint Gerber gelassen, wohl wissend, dass bereits am Quali-Turnier vieles, ja sehr vieles zusammenpasste. «Alle haben Vollgas gegeben und am ‹Karren geschrissen›», und genau mit diesen beiden Tugenden, gepaart mit einem wiederum disziplinierten konzeptgetreuen Spiel, soll auch der Titelverteidiger zu Fall gebracht werden. Plus: «Wenn uns das Glück wieder im richtigen Moment lacht, dann ist alles möglich.» 

DSC_0060

Natürlich weiss auch Adrian Gerber, der auch in Valladolid wieder zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Michael auflaufen wird, dass der Gastgeber ein ganz harter Brocken werden wird. «Sie spielen technisch stark und vor allem sehr schnell», nicht zuletzt ihrer zwei amerikanischen Topscorer wegen. «Wenn man weiterkommt, kann man sicher von einem guten Los sprechen, sonst ist es umgekehrt», meint er über den morgigen Gegner. Zumindest an der Vorbereitung soll es nicht liegen. Man trainierte zuletzt wieder zweimal wöchentlich in der Halle in Huttwil, und auch die Gebrüder Ulrich werden dem HCL erneut zur Verfügung stehen.

 

Quellen: HC Laupersdorf, Oltner Tagblatt

| Zurück

Datum



Kategorien